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Heimatverein Saure Knullen und Schnellgurken

Wie Vogelsang isst, das ist spätestens jetzt kein Geheimnis mehr. Denn die traditionellen Rezepte der alteingesessenen Bürger sind in einem Kalender nachzulesen. Für den Heimatverein war die Aktion ein Erfolg – die Kalender werden gut nachgefragt.

 Uhr Vogelsang

Gut nachgefragt: Karin Jäkel-Mohr hält den Kalender "So isst Vogelsang". Er ist beim Heimatverein für fünf Euro zu erwerben.

Gut nachgefragt: Karin Jäkel-Mohr hält den Kalender „So isst Vogelsang". Er ist beim Heimatverein für fünf Euro zu erwerben. © Foto: Gerrit Freitag

Was zu DDR-Zeiten noch als „polnische Gurken" bezeichnet wurde, das sind heute die Schnellgurken. „Das Rezept ist aber gleich geblieben", sagt Karin Jäkel-Mohr vom Vorstand des Heimatvereins Vogelsang an der Oder. Dieser ist im vergangenen Jahr auf die Idee gekommen, traditionelle Rezepte der Vogelsänger in einem Kalender zu sammeln. Dort findet sich unter dem Motto „So isst Vogelsang" nicht nur das Rezept für die Gurken. Wie saure Knullen, die Biersuppe von Oma Anna oder Heringssalat à la Anglerverein zubereitet werden, kann der interessierte Vogelsänger oder Ortsfremde nun darin nachlesen. Schon jetzt sind von den 40 Kalendern laut Karin Jäkel-Mohr nur noch zwei übrig. „Vielleicht werden wir noch welche nachbestellen."

Angefangen hat das Sammeln im vergangenen Jahr beim Dorffest. Zusammengekommen sind dabei über 30 Rezepte. „Wir denken sogar über ein Kochbuch nach", sagt Karin Jäkel-Mohr. Denn gerade die umfangreichen Rezepte hätten es nicht in die Jahresübersicht geschafft.

Alles in allem sei das also eine gelungene Aktion, die in den Augen von Karin Jäkel-Mohr einen Beitrag dazu leistet, die Erinnerung an Altes zu bewahren. Zu diesem Zweck sei auch der Heimatverein im Jahr 2011 ins Leben gerufen worden, wie die 61-Jährige erläutert, die Gründungsmitglied ist. Denn zuvor seien es die Gemeindevertreter gewesen, die traditionelle Veranstaltungen wie den Männertag, die Fastnachtstradition oder das Dorffest organisiert hätten. „Das gehört aber nicht zu ihren Aufgaben", findet Karin-Jäkel-Mohr.

Also hat der Heimatverein die Traditionspflege in die Hand genommen. Und wie die meisten Vogelsänger freut sich die 61-Jährige auf das große Zampern, das an diesem Wochenende stattfindet. Die wendisch-sorbische Tradition reicht weit in die Geschichte des Ortes zurück, erläutert die Vogelsängerin, die schon als Kind mit ihren Eltern zum Zampern gegangen ist.

Schön findet sie, dass sich in diesem Jahr ihr Sohn um die Organisation des Brauchs gekümmert hat. „Es ist wichtig, dass auch die Jugend diese Tradition weiterträgt." Mit den Schlachtrufen „Vogelsang Piep Piep" ziehen die Dorfbewohner also an diesem Sonnabend ab 8 Uhr von Haus zu Haus, um mit Krach, Musik und lautem Geschrei den Winter auszutreiben. Nicht wie in den Jahren zuvor schließt sich daran der Fastnachtstanz an. Dieser wird, wie Karin Jäkel-Mohr sagt, erst am kommenden Sonnabend zusammen mit dem Eierkuchenessen sein.

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Source: https://www.moz.de/lokales/eisenhuettenstadt/heimatverein-saure-knullen-und-schnellgurken-49201886.html

Posted by: martinaney1968.blogspot.com

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